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Die 3 größten Ängste vor der Geburt – und wie du sie liebevoll auflöst

  • Autorenbild: Melanie Haberecht
    Melanie Haberecht
  • 9. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Ein einfühlsamer Weg zu mehr Vertrauen in dich und deinen Körper...



schwangere Frau am Meer


Du darfst Angst haben und trotzdem voller Vertrauen gebären


Vielleicht hast du es auch schon erlebt: Du freust dich auf dein Baby, die Vorfreude wächst… und gleichzeitig schleichen sich leise Zweifel und Ängste ein. Was, wenn die Geburt zu schmerzhaft wird? Was, wenn du „es nicht schaffst“? Was, wenn plötzlich alles anders kommt als geplant?


Ich möchte dir heute etwas sagen, was viele Frauen viel zu selten hören:

Es ist okay, Angst zu haben. Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sie ist ein Teil deiner natürlichen Schutzmechanismen. Doch sie muss nicht die Hauptrolle in deiner Geburtsreise spielen.


Ich begleite seit vielen Jahren Frauen in der Geburtsvorbereitung, und es gibt drei Ängste, die immer wieder auftauchen. Heute zeige ich dir nicht nur, welche das sind, sondern vor allem, wie du ihnen mit liebevollem Verständnis und innerer Stärke begegnen kannst.



Schwangere Frau meditierende Hände


Die häufigsten Ängste vor der Geburt im Überblick


1. Angst vor Schmerzen bei der Geburt


Diese Angst ist vermutlich die verbreitetste. Kein Wunder... in unserer Gesellschaft wird Geburt fast ausschließlich mit Schmerz verbunden. Filme, Erzählungen, Horrorgeschichten im Netz: All das prägt unser Bild.


Doch was, wenn ich dir sage, dass Geburt nicht per se leidvoll sein muss? Dass es einen Unterschied gibt zwischen Schmerz und Leiden? Geburt ist in erster Linie: intensive Körperarbeit. Dein Körper bewegt dein Baby durch dein Becken und dabei arbeiten deine Muskeln kraftvoll und rhythmisch. Das fühlt sich an – ja. Aber WIE es sich anfühlt, hängt stark davon ab, wie du mental damit umgehst.


Was dir hilft:

  • Verstehe, wie dein Körper funktioniert: Wenn du weißt, was genau in deinem Körper geschieht, kannst du dich sicherer fühlen.

  • Lerne, mit deinem Körper zu atmen statt gegen ihn zu kämpfen, durch Atemtechniken und Körperwahrnehmung.

  • Aktiviere deine körpereigenen Helfer: Endorphine und Oxytocin, sie sind deine natürlichen Schmerzmittel und werden durch Entspannung, Nähe, Vertrauen und Liebe ausgeschüttet.

  • Wähle andere Worte: Statt von „Wehen“ sprich von Wellen, das verändert deine innere Haltung.




2. Angst vor Kontrollverlust


„Was, wenn ich in der Geburt nicht mehr ich selbst bin?“

„Was, wenn ich mich nicht unter Kontrolle habe?“


Diese Gedanken sind sehr menschlich, denn wir leben in einer Welt, in der Kontrolle oft mit Sicherheit gleichgesetzt wird. Doch Geburt folgt nicht der Logik des Kopfes. Sie ist ein zutiefst körperlicher, instinktiver Prozess. Und genau darin liegt ihre Kraft.


Die Vorstellung, die Kontrolle abzugeben, kann Angst machen. Aber was, wenn du sie nicht verlierst, sondern sie bewusst loslässt? Was, wenn du stattdessen in eine tiefe Form von Vertrauen gehst?


Was dir hilft:

  • Erkenne: Kontrolle abzugeben bedeutet nicht, ausgeliefert zu sein, sondern in den Fluss zu kommen.

  • Nutze Affirmationen, die dein Unterbewusstsein positiv programmieren. Z. B.:

    „Ich vertraue meinem Körper. Ich bin sicher. Ich darf loslassen.“

  • Finde Rituale, die dir Sicherheit geben, z. B. eine kleine Meditation, eine Visualisierung, ein Geburtsanker (ein Tuch, ein Duft, ein Lied).

  • Nimm dir Zeit für deine mentale Geburtsvorbereitung – z. B. mit HypnoBirthing. Es ist ein ganzheitlicher Weg, der dir hilft, dich nicht nur körperlich zu entspannen, sondern auch emotional zu stärken, mentale Klarheit zu gewinnen und ein tiefes Vertrauen in dich und deine Gebärfähigkeit aufzubauen.




3. Angst vor dem Unerwarteten oder vor medizinischen Eingriffen


Du wünschst dir eine natürliche Geburt, aber was, wenn etwas dazwischenkommt? Was, wenn du einen Wehentropf bekommst? Oder wenn doch ein Kaiserschnitt notwendig wird?

Diese Angst betrifft oft Frauen, die sich besonders gut vorbereiten, weil sie sich einen sanften, selbstbestimmten Weg wünschen. Die Angst, diesen Weg nicht gehen zu können, kann lähmend sein.


Was dir hilft:

  • Wissen schafft Sicherheit. Informiere dich über medizinische Abläufe, nicht, um dich verrückt zu machen, sondern um handlungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben.

  • Erstelle eine Geburtswunschliste, die zeigt, was dir wichtig ist und die deinem Geburtsteam hilft, dich besser zu unterstützen.

  • Führe Gespräche mit deiner Hebamme oder Klinik, erkenne deine Optionen. Du hast die freie Wahl in welche Klinik du gehst. Suche dir ein Geburtsteam welches hinter deinen Wünschen steht und wo du dich gut begleitet fühlst.

  • Überlege dir, ob du zusätzlich eine Doula an deiner Seite möchtest, eine erfahrene, einfühlsame Begleiterin, die dich emotional stärkt.



Landschaft mit Blumen


Dein Weg zurück ins Vertrauen


Stell dir vor, deine Angst wäre wie ein kleines Kind in dir, sie braucht nicht Strenge, sondern Zuwendung. Nicht „weg damit!“, sondern: „Ich sehe dich. Und ich kümmere mich um dich.“


Du musst deine Ängste nicht alleine bewältigen. Es gibt wunderbare Tools und Möglichkeiten, wie du dich innerlich stärken kannst. Mental, emotional und körperlich:


  • Tägliche Mini-Rituale (z. B. eine Affirmation am Spiegel)

  • Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation

  • Austausch mit anderen werdenden Mamas

  • Visualisierung deiner Traumgeburt

  • HypnoBirthing als ganzheitliche Vorbereitung




Fazit: Angst darf da sein – aber sie muss nicht bleiben


Angst ist nicht dein Feind. Sie ist ein Hinweis. Eine Einladung, noch tiefer mit dir selbst in Kontakt zu kommen.


Du darfst Angst empfinden aber du musst ihr nicht folgen. Du darfst dich für Vertrauen entscheiden. Immer wieder. In kleinen Schritten. Und du darfst dich erinnern:

„Mein Körper weiß, wie Geburt geht. Ich darf loslassen. Ich darf empfangen.“



Weiterführend:


Wenn du dir wünschst, deine Ängste tiefer zu verstehen und sie in Vertrauen zu verwandeln, dann begleite ich dich gerne in meinem HypnoBirthing-Kurs. Du lernst, wie du dich mental und körperlich auf eine selbstbestimmte, sanfte Geburt vorbereiten kannst – mit Wissen, Techniken und ganz viel Herz.



Ich begleite dich genau auf diesem Weg, mit Herz, Erfahrung und einem offenen Ohr für deine Fragen.


Von Herz zu Herz,

deine Melanie


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